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Lamprologus ocellatus


Das Aquarium für Schneckencichliden
Beckengröße:
ab 60 cm Kantenlänge
Dekoration: Steinaufbauten im hinteren Beckenteil
Bodengrund: feiner Quarzsand etwas 4 - 6 cm hoch
Wassertemperatur: 26 bis 27 °C.
Wasserwerte: pH-Wert über 7, eher 8 ggf. kann die Filterung über Muschelgruß erfolgen, möglichst hartes Wasser.

Lamprologus "ocellatus" ist  eine der ersten Arten, die bei uns als Schneckencichliden bekannt geworden sind. Die Geschlechter unterscheiden sich zum einen von der Größe her, da die Böcke etwa 50 mm und die Weibchen ca. 45 mm groß werden, ebenso zeigen die Weibchen im hinteren Teil der Dorsale einen weißlichen Saum, der beim Männchen gelblich ist. Es sind fünf unterschiedlich gefärbte Varianten mir bekannt.
Möchte man sich mit der Haltung und Zucht von Lamprogulus "ocellatus" befassen, so reicht für ein Pärchen schon ein Aquarium von 60 cm Kantenlänge aus. Einige Steinaufbauten im Hintergrund des Beckens und feiner Quarzsand als Bodengrund reicht als Einrichtung vollkommen aus. Die Filterung sollte ausreichend ausgelegt sein damit eine gute Wasserqualität erreicht wird. Lamprogulus ocellatus benötigt pro Tier mindestens ein Schneckenhaus, besser sind zwei. Gehäuse von Weinbergschnecken können eingesetzt werden, diese kann man sich sehr leicht besorgen und bieten ausreichenden Platz.
Die Gehäuse werden so in das Becken gelegt, dass sie etwa 30 cm Abstand zueinander haben.
Das Eingraben und Ausrichten der Gehäuse übernehmen die Tiere dann schon selbst. Mit einem großem Aufwand werden die Schneckengehäusen in den Sand gebuddelt, so dass die Tiere später in das Innere des Gehäuses gelangen können. Wurde das Schneckenhaus im Sand seine optimale Position gebracht, wird wieder Sand über das Gehäuse befördert, so dass nur noch der Eingang des Schneckengehäuses im Sand sichtbar ist. Zu diesem Zeitpunkt kann es zwischen den Böcken und Weibchen zu kleineren Keilereien kommen, kommt das Weibchen mit seiner Behausung zu nahe an das Revier des Männchen, so wird das Männchen dem Weibchen das Gehäuse kurzer Hand wieder zuschaufeln. Daher ist es zu empfehlen, mehr Schneckenhäuser zur anzubieten. Hat das Paar sich nach etwa 2 bis 3 Wochen eingelebt, wird in der Behausung des Weibchens abgelaicht. Im Inneren des Schneckenhauses werden etwa 20 – 40 Eier (ist abhängig vom Alter des Paares) vom Weibchen abgelegt und vom Männchen befruchtet. Nach ca. 3- 4 Tagen schlüpfen die Larven und werden noch etwa eine Woche vom Weibchen weiter betreut. Ständig wird durch befächeln den Larven frisches Wasser zugeführt. So ca. am 10. Tag nach der Eiablage erscheinen die Jungfische das erstemal am Eingang des Schneckenhauses. Dort werden sie vom Weibchen bewacht. Im Laufe der Zeit unternehmen die Jungen immer größere Ausflüge um das Schneckenhaus herum und wechseln gelegentlich auch in das Bockrevier. Oft kann man auch beobachten, das die Jungfische in das Schneckenhaus des Männchens gehen. Die Ernährung der Jungfische kann mit frisch geschlüpften Artemien (entkapselte Artemia-Eier gehen auch) oder Staubfutter aus der Dose sichergestellt werden. Sind die Jungfische etwa 3 bis 4 Wochen alt, kann es vorkommen, dass das Weibchen wieder laichbereit ist. Zu diesem Zeitpunkt werden sie aus dem Weibchenrevier vertrieben. Ein kleinerer Teil kommt beim Männchen sicherlich noch einige Zeit unter, der größere Teil ist aber dann auf sich selbst gestellt. Zur weiteren Aufzucht sollten sie in einem anderen Becken untergebracht werden.

Beim Herausfangen wird eine weitere Besonderheit dieser Art sichtbar.
Die Jungfische können blitzartig im feinen Sand/ Quarzboden untertauchen, kommen aber nach ein paar Minuten wieder zum Vorschein.
Meine Beobachtungen zeigen bei fast allen Schneckenbarschen die ich pflege, dass die erste Brut nicht durchkommt, dies sollte aber auf keinen Fall zu ernst genommen werden, dies kann und muß nicht sein, das trifft sowohl auf Wildfänge wie auch auf Nachzuchten zu.


 





 

 

 

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